Montag, November 17, 2008

Neue Höchstleistungen bei der Negativwerbung für Bremerhaven - Allerorten glänzt die Stadt mit Schlusslichtern und Provinzgehabe...

Die Negativwerbung für die Stadt Bremerhaven läuft erfolgreich weiter.

Während die Spitzenplätze bei der Sozialhilfe weiterhin kostenlos durch die bundesdeutschen Medien bekannt gemacht werden, müssen die Tabellenenden-Spitzenplätze der Spitzensportler immer noch mit jährlichen Millionenbeträgen gefördert werden.

Auch das neue Eisstadion könnte sich unter diesem Gesichtspunkt gut bezahlt machen. Nur die Gemeinde Brokdorf brachte sich vor einiger Zeit ebenfalls mit einem überdimensionierten Eisstadion ins Gespräch. Dort ruiniert allerdings die Atomwirtschaft ohnehin kostenlos den Ruf des Ortes und stattet gleichzeitig die Gemeindekasse mit soviel Geld aus, dass sogar ein Eisstadion problemlos bezahlt werden konnte.

Im Einklang mit solchen Grundsätzen der Negativwerbung sorgte im Frühjahr dieses Jahres auch die Verlagsleitung der Nordsee-Zeitung bundesweit für Bremerhavener Negativschlagzeilen. Hier herrscht "Gottes Stellverlegerin" mit dumpfer Provinzmentalität, lautete die überzeugende Seestadt-Werbung, die unter anderem durch Publikationen wie die taz, die Frankfurter Rundschau und Die Zeit sowie das NDR-Fernsehen und das Erste Programm weiter verbreitet wurde. Das Publikum nahm es mit Erstaunen zur Kenntnis.

Dabei ist festzuhalten, dass diese spitzenmäßige Negativ-PR-Leistung allein dem engagierten und einfallsreichen Auftreten der Verlegerin Roswitha Ditzen-Blanke zu verdanken war. Irgendwelche Hilfe benötigte sie nicht.

Die NZ-Verlegerin, die übrigens wegen ihres Verhaltens auch innerhalb der Industrie- und Handelskammer (IHK) in die Kritik geriet, half auf diese Weise ganz nebenbei noch ein wenig mit, dass die Stelle eines neuen Lokalchefs bei der Nordsee-Zeitung nach dem Abgang Thomas Vosskuhls trotz intensiver Bemühungen weiterhin unbesetzt bleibt. Offensichtlich wirkt die Stelle unter den von der Verlegerin bekannt gemachten Bedingungen auf Journalisten nicht sonderlich attraktiv.

Merke: Ein Peinlichkeits-Image kann sehr viel Geld kosten, aber es ist auch ganz billig aufzubauen.

Wie es ohne Finanzaufwand geht, wenn ein Mensch nur krass genug agiert, macht die Verlegerin der Nordsee-Zeitung auf überzeugende Weise vor.

Vielleicht sollte man sie in die Bremerhavener Spitzensportförderung einschalten...

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1 Comments:

Blogger juwi said...

Wer and're aus dem Hause jagt ist bald allein ;o)

5:50 nachm.  

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