Freitag, Februar 03, 2012

Zielgerichtete Blindheit im Umgang mit dem deutschen Rechtsextremismus dauert schon viel zu lange...

Seestadtpresse Bremerhaven - Wer das Trauerspiel des deutschen Umgangs mit dem Rechtsextremismus verfolgt hat, findet im >>>NDR-Medienmagazin "Zapp" vom 25. Januar 2012 eine interessante weitere Facette.

Dort wird eine ehrgeizige konservative Familienministerin vorgestellt, deren Interesse an der Bekämpfung des Rechtsextremismus offensichtlich nur aus den aktuell damit verbundenen Karriere-Chancen erwächst.
Die unglaubliche Mordserie der sogenannten "Zwickauer Zelle" lässt sich wohl doch nicht mehr so einfach unter den vom Verfassungsschutz großzügig rechtsgestrickten Teppich kehren...

Wer etwas mehr über den tatsächlichen Umgang mit dem Rechtsextremismus in den vergangenen Jahrzehnte erfahren will, dem sei Wolfgang Schorlaus Buch "Das München-Komplott" mit Nachdruck empfohlen.

Es beleuchtet die Hintergründe des blutigen Anschlags auf das Münchener Oktoberfest am 26. September 1980. Das Buch ist leicht und spannend zu lesen, und es rückt noch einmal eine rabenschwarze Seite unserer politischen Alltäglichkeiten in den Blick.

Auf der >>>Webseite des Autors Wolfgang Schorlau gibt es außer den Hinweisen auf seine Bücher und den Leseproben auch eine Menge zusätzlicher Materialien zu den jeweils behandelten Problemen. Das gilt auch für das Münchener Attentat.

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Mittwoch, Oktober 05, 2011

Bremerhaven: "Freikarten für alle Promis!" - Soll nur Siegfried Breuer draußen bleiben?

Seestadtpresse Bremerhaven - Ich möchte die Aufmerksamkeit auf einen riesigen Skandal richten, der in der Nordsee-Zeitung am 4. Oktober 2011 ganz klein auf der zweiten Seite mitgeteilt wurde. "Freiflüge für Promis gestrichen", lautet die Überschrift einer dpa-Meldung.


 In dem Text geht es um die Entscheidung der Fluggesellschaft Air Berlin, das über mehrere Jahre durchgeführte Sonderflugprogramm für Prominente zum Ende dieses Jahres auslaufen zu lassen. Im Rahmen dieses Programms konnten laut NZ "mehr als 100 ausgewählte Personen aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Unterhaltung und deren Familien jederzeit kostenlos mit der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft reisen".

Man sollte sich das auf der Zunge zergehen lassen: Diese ausgewählten Personen konnten jederzeit kostenlos samt Familie die Air-Berlin-Flugzeuge benutzen.

Auch andere Zeitungen berichteten über diesen Skandal, ohne das Skandalöse eines solchen Programms auch nur zu erwähnen. Die Nordsee-Zeitung stellt nur sachlich fest, die Entscheidung sei laut Unternehmenssprecher "vor dem Hintergrund der Neuausrichtung des Unternehmens gefasst worden".

In der Nordsee-Zeitung ist die Beiläufigkeit dieser Mitteilung allerdings besonders erstaunlich, denn sie hat ja gerade ein riesiges Getöse veranstaltet, weil der (damalige) Bremerhavener SPD-Vorsitzende Siegfried Breuer den Vorwurf nicht aufklären half, er habe unberechtigt eine Werder-Bremen-VIP-Karte genutzt.

Das unausgewogene NZ-Getöse fand statt, obwohl jeder wissen kann, dass auch andere Politiker und Unternehmer über solche kostenlosen Karten verfügen und obwohl bekannt ist, dass sich in den VIP-Bereichen allerorten Promis und Möchtegern-Promis auf Kosten anderer tummeln, um dort ihre "Netzwerkerei" zu organisieren, die früher viel klarer als "Klüngelei" bezeichnet wurde.

Wenn die Nordsee-Zeitung nun so kraftvoll gegen solche Vergünstigungen für Politiker kämpft, warum stellt sie dann den Skandal der kostenlosen Air-Berlin-Flüge nicht deutlicher heraus?

Warum werden in der Nordsee-Zeitung kostspielige Empfänge mit kostenlosem Essen und Trinken für Promis nicht energischer bekannt gemacht? Man könnte doch einmal veröffentlichen, welche Kommunalpolitiker beispielsweise im Stadttheater sitzen, ohne einen Cent Eintritt bezahlt zu haben. Oder wer alles über einen kostenlosen Zugang zum VIP-Bereich der Fishtown-Pinguins-Eishockeyspieler oder der Eisbären-Basketballer verfügt.

Aber die Nordsee-Zeitung bekämpft ausschließlich den angeblichen VIP-Karten-Missbrauch von Siegfried Breuer.

Irgendwie merkwürdig, diese Neun-Zehntel-Blindheit der NZ-Redaktion, meine ich.

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Donnerstag, September 01, 2011

Bremerhaven: Beratungseinrichtung Solidarische Hilfe beklagt gebrochene Zusagen von Politik und Verwaltung...

Seestadtpresse Bremerhaven - Vor der Wahl gab es aus der Bremerhavener Politik und Verwaltung Hilfszusagen. Nach der Wahl will niemand mehr etwas von den Versprechungen wissen, stellt die Solidarische Hilfe in einer Pressemitteilung vom 1. September 2011 fest.


Nach einem ersten Alarmruf im Frühjahr dieses Jahres habe es „viele ermutigende Worte und auch Versprechungen“ gegeben. Auch Oberbürgermeister Melf Grantz, der bekanntlich nicht der Oberbürgermeister einer Klassengesellschaft sein möchte, versprach nach Auskunft der Solidarischen Hilfe, mit den Zuständigen zu reden.

Nach der Wahl am 22. Mai 2011 war alles vergessen, klagt die Solidarische Hilfe.

Weiter im Text geht es durch einen Klick an dieser Stelle. 

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Mittwoch, August 17, 2011

Kapitalismuskritik mitten aus der bürgerlichen Presse - Frank Schirrmacher und Charles Moore...

Seestadtpresse Bremerhaven - Wer staunen möchte über kritische Stimmen aus dem bürgerlichen Lager, die sich mit den Auswüchsen des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus beschäftigen, findet dazu aktuell zwei geradezu dramatische Beispiele - Texte von Frank Schirrmacher in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und von Charles Moore in The Telegraph.

Weiter im Text geht es durch einen Klick an dieser Stelle.

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Mittwoch, Juli 06, 2011

Bremerhaven: Austritt Mark Ellas aus der FDP verdeutlicht Hintergründe der Kampagne der Nordsee-Zeitung gegen "seltsame Fraktion"...

Seestadtpresse Bremerhaven - Nach dem Austritt des Stadtverordneten Mark Ella aus der Bremerhavener FDP wird es etwas deutlicher, vor welchen politischen Karren sich die Nordsee-Zeitung mit ihrer jüngsten Kampagne gegen die "seltsame Fraktion" der FDP mit einem früheren Stadtverordneten der Linken gespannt hat.

Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang der Offene Brief, in dem Mark Ella seinen Austritt aus der FDP begründet.

Weiter im Text geht es hier.

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Montag, Juli 04, 2011

Seestadtpresse Bremerhaven mit Texten zur Lage - Ein paar Hinweise...

Seestadtpresse Bremerhaven - Was mir in den vergangenen Tagen an Beobachtungen und Überlegungen durch Kopf und Tastatur floss, kann weiter unten jeweils direkt angeklickt werden. 

Wer die Seitenadresse der Seestadtpresse wählt, kann die jüngsten Texte nacheinander über den Bildschirm rollen lassen.

- Mit einem Kopfschütteln verfolgt habe ich die Kampagne der Nordsee-Zeitung gegen eine der beiden neuen Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. Ob es wirklich im Kern darum ging, die FDP unverwässert auf (NZ-Herausgeber-)Kurs zu halten, ist mir nicht klar. Auffällig ist jedenfalls die offene Einseitigkeit der NZ-Kritik.
Mein Text über die erste Phase der Skandalisierung steht hier, der zweite zusammenfassende Text über die Unausgewogenheit der NZ-Berichterstattung findet sich hier.

- Dass die Grünen für ihre wackelige Haltung in der Frage des Hafentunnels
von der Nordsee-Zeitung als "vernünftig" gelobt wurden, verwundert nicht weiter. Kritiker erinnern an frühere Positionen der Grünen und Probleme durch den Tunnel.

Weitere Texte beschäftigen sich mit

- einem interessanten Beitrag des Medienmagazins "Zapp" über journalistische Hilfstruppen der Bahn in puncto "Stuttgart 21",

- einer großen Initiative zur Wiederbelebung des amerikanischen Traums mit meiner Ansicht nach bemerkenswerten Argumenten,

- einem Hinweis auf ein neues Bremerhaven-Buch, das farblich etwas eigenartig aussieht und

- einem falschen Bericht der Nordsee-Zeitung über das Krabbenland, der mittlerweile wieder korrekt geworden ist.

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Donnerstag, Juni 23, 2011

Ein paar krumpelige Neuigkeiten bei der Seestadtpresse Bremerhaven...

Seestadtpresse Bremerhaven - Was es bei der Seestadtpresse so an allerlei Krumpelkram zu lesen gibt, kann hier verfolgt werden. 

Ein paar Stichworte: 

- Die deutsche Griechenland-Diskussion leidet unter peinlichen Stereotypen, meint das NDR-Medienmagazin "Zapp" in seiner jüngsten Sendung. Ein paar Überlegungen von mir lassen sich durch einen Klick an dieser Stelle nachlesen.

- Ebenfalls sehr kritisch sehe ich die Berichterstattung über die Krise in Irland. Auch dort blutet die Bevölkerung für die Abzockereien der Oberschichten und der Finanzmärkte, behaupte ich. Der Text ist hier erreichbar.

- Auf ganz pfiffige Weise macht sich die amerikanische Bürgerbewegung "MoveOn.org" über die Lehrer und Staatsbediensteten als Verursacher der Finanzkrise lustig - siehe hier.

- Sehr verwundert bin ich darüber, dass sich unsere Bremerhavener Sozialdemokraten ausgerechnet von einem FDP-Stadtverordneten vorhalten lassen müssen, dass sie sich nicht engagiert genug für die Solidarische Hilfe einsetzen. Nachzulesen ist das hier.

- Und dann gibt es noch ein bisschen Gequackel über den Atomausstieg in der Schweiz, die sichtbar gewordene Hohlheit der Werbung, eine ungewöhnliche Technik der Zeitungslektüre und über den sorbischen Schriftsteller Jurij Brezan.

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