Montag, März 16, 2009

IHK berichtet über Luneort als "Wunschstandort" des AWI...

Unter der Überschrift "Regionalfluglhafen ist Wunschstandort" berichtet die Bremerhavener IHK in der März-Ausgabe von "Wirtschaft an Strom und Meer" über die Begeisterung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI).

Das steht in einem gewissen Gegensatz zu anderen Äußerungen, die jüngst die Berichterstattung der Nordsee-Zeitung dominiert haben...

"In Luneort haben wir unseren Wunschstandort gefunden" - so schwärmt laut IHK der AWI-Physiker Andreas Herber, der für die Betreuung der Polarflugzeuge zuständig sei. In den Umbau eines Hangars habe die Flughafenbetriebsgesellschaft 600000 Euro investiert; vom AWI kamen weitere 75000 Euro hinzu.

"Das AWI... schloss einen langfristigen Mietvertrag, weil es vom Standort überzeugt ist", heißt es in der IHK-Zeitschrift.

Dies stelle erneut unter Beweis, "dass der hiesige Regionalflughafen für Bremerhaven nicht nur als europäisches Zentrum der Fischverarbeitung oder auch als überregionaler Umschlags- und Werftenstandort bedeutsam ist", so die IHK-Zeitschrift "Wirtschaft an Strom und Meer".

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Donnerstag, Februar 26, 2009

Der Bremerhavener Regionalflughafen soll auf Wunsch der Wirtschaftsförderung aufgegeben werden - Es geht um Flächen für die Windkraftindustrie...

Die von der Bremerhavener Wirtschaftsförderung mit Hilfe der Nordsee-Zeitung begonnene Diskussion über eine Stilllegung des Regionalflugplatzes Bremerhaven-Luneort ist heute (26. Februar 2009) auch Thema im Weser-Kurier.

Im Hintergrund der kommunalpolitisch noch nicht so recht begonnenen Diskussion steht das jahrelange Trommeln für die dringende Notwendigkeit eines eigenen Bremerhavener Flugplatzes als eines wichtigen Standortfaktors.

Diese Bedeutung wurde erst kürzlich im Zusammenhang mit den Planungen zur Ansiedlung eines Kohlekraftwerks auf der Luneplate nachdrücklich bestätigt.

"Jede Diskussion um eine Verlagerung des Flughafens ist unsinnig", betonte der Wirtschaftsförderer Nils Schnorrenberger laut Nordsee-Zeitung vom 3. Februar 2007.


Das Land Bremen investierte für diese Art der Standortpolitik in Luneort im Laufe der Jahre immerhin mehr als 25 Millionen Euro.

In einer Kehrtwende der Wirtschaftsförderung geht es nun um eine völlig neue Nutzung der Flächen als Gewerbegebiet - für Ansiedlungen im Rahmen der Windenergie, die in Bremerhaven nicht mehr genügend Flächen vorfindet. Zwar ist dafür auch die Nutzung eines Teils der Luneplate denkbar, aber deren Erschließung würde nach Einschätzung der Wirtschaftsförderung etwa 100 Millionen Euro kosten, und dies Geld steht aktuell nirgendwo zur Verfügung. Außerdem ist die Übertragung des Gebiets von Niedersachsen an Bremen noch nicht über die Bühne gegangen, unter anderem weil Cuxhaven darauf drängt, auf diesen Flächen Aktivitäten der Windindustrie auszuschließen.

Ein kleiner Überblick zur Berichterstattung der Nordsee-Zeitung ist hier nachzulesen.

Jürgen Winkler gibt auf seinem Blog einen Überblick aus seiner Sicht.

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